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»Dienst am Wort«
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Einführung
Liebe Leserinnen und Leser,

»Was hat Gott mit dem Virus SARS-CoV-2 zu schaffen?« – fragt Magnus Striet in seiner mich sehr nachdenklich machenden und inspirierenden Veröffentlichung »Theologie im Zeichen der Corona-Pandemie. Ein Essay« (Matthias Grünewald Verlag, Ostfildern 2021). Und in der Einführung schreibt er: »Wie immer werde ich darauf bestehen, dass Gott ein Sehnsuchtswort ist – ein Wort, das möglicherweise eine Wirklichkeit bezeichnet, die so existiert, wie sie in diesem Wort ausgesprochen ist. … Das Sehnsuchtswort Gott ist immer wieder neu dem Stresstest auszusetzen, der sich Erfahrung nennt. Die Erfahrung von Seuchenausbrüchen gehört dazu. Wie überhaupt noch theologisch auf den Ausbruch einer solchen Pandemie reagiert werden kann, ist die Frage, die mich im Folgenden beschäftigen wird.« In seinem Essay zitiert er unterschiedliche Stimmen kirchlicher Amtsträger, die bekunden, wie diese aktuelle Situation theologisch gedeutet werden kann. Er zitiert u. a. Papst Franziskus auf dem leeren Petersplatz: »Wir haben vor deinen Mahnrufen nicht angehalten …«, betet der Papst und appelliert u. a. an die globale Solidarität. Und Striet meint dazu: »Die Frage nach der Theologie bleibt, die hier angeboten wurde. Ist nicht um der intellektuellen Redlichkeit des Glaubens willen, die auch lehramtlich immer wieder eingefordert wird, doch auch einmal zu sagen, was Gott mit dem Ganzen zu tun hat? Oder hat es dem Lehramt ausgerechnet in der Gottesfrage die Sprache verschlagen?« Striet nimmt die Leserin und den Leser mit auf einen anspruchsvollen Weg des Nachdenkens über die Vorstellungen von Gott und über Gott und die dazu festzustellende Sprachlosigkeit gerade auch in der Kirche. »Wie von Gott reden – nach der Pandemie? Ein Versuch«. Das ist das meiner Ansicht nach anregende und anstößige vierte Kapitel, das mich bei meinem Predigtdienst begleiten wird: Wie gerade jetzt ausdrücklich von Gott reden und ihn in und mit der Pandemie zur Sprache bringen, wo nach einer Studie von Paul M. Zulehner viele Menschen in ihrem Gottesbild erschüttert sind oder sich bestätigt fühlen: »Das Gottesbild trägt überhaupt nicht mehr« (Paul M. Zulehner, Bange Zuversicht. Was Menschen in der Corona-Krise bewegt, Patmos Verlag Ostfildern 2021). Striet öffnet eine Perspektive und bietet aus seinem Glauben eine Orientierung für unsere Gottesrede an: »Et incarnatus est.« »Wer diesen Gott glauben und d. h. verinnerlichen kann, darf darauf hoffen, dass nicht die Biologie das letzte Wort über ihn und seine Sinnbedürfnisse hat.«

Ich wünsche uns für die kommenden Wochen Gottes ermutigenden Geist, den wir als lebendig gefeiert haben.
Wolfgang Tripp

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