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»Dienst am Wort«
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Einführung
Liebe Leserinnen und Leser,

Frauen übernehmen den Dienst der Verkündigung – in Wort-Gottes-Feiern, in Mai- oder Bußandachten, in der Tagzeitenliturgie, bei Segnungsfeiern und Frauenliturgien und in der Bestattungsliturgie. Jeder Mann weiß, dass sie das mindestens so gut machen wie er selbst. Und die meisten Frauen, aufgeschlossene Männer auch, empfinden es wohltuend, das Wort Gottes im Glaubenszeugnis einer Frau, aus weiblich erlebter Spiritualität heraus und mit hoher theologischer und pastoraler Kompetenz zu vernehmen. Frauen haben den Dienst der Verkündigung schon längst übernommen, aber das dazugehörige Amt wird ihnen verweigert.

Ich selbst gehöre zu einem Pastoralteam, in dem die Frauen der Zahl nach überwiegen. Und ich erlebe im Gespräch und bei allen pastoralen Anlässen nicht nur die ebenbürtige, sondern auch die eigene und ergänzende Kompetenz der Frauen. Es setzt mir zu, ich schäme mich auch dafür, dass unsere Männer-Kirche den Frauen einfach das Amt verweigert! Es ist nicht der Mangel an Männern, der mich bewegt, sondern die Trauer über den willkürlichen Verzicht auf die Kompetenz der Frauen; es ist das Spüren und Gewahrwerden von etwas Fehlendem, das mir oft bei unseren Gesprächen im Pastoralteam zusetzt. Ich mag diesen Skandal nicht mehr mittragen. Die theologischen Konstruktionen, mit denen dieser Skandal unterfüttert wird, sind mir durchaus verständlich aus der patriarchal geprägten Lebenswelt der biblischen Antike. Aber sie sind theologisch nicht zwingend und pastoral überholt.

Dass Frauen in der Feier der Eucharistie predigen, ist in unserer Diözese glücklicherweise Usus, aber auch nicht überall. Erlaubt ist es offiziell nicht, es wird bestenfalls geduldet. Nicht einmal diesen winzigen Schritt zum Predigtauftrag in der Eucharistie bekommt die Männerkirche hin! Respekt zolle ich den Frauen, die es tun, und ich beglückwünsche die Gemeinden, die es erleben. Es kommt in Stuttgart-Mitte hin und wieder vor, dass ein Gottesdienstteilnehmer aufsteht und die Kirche verlässt, wenn eine meiner Kolleginnen an den Ambo tritt. Soll er doch gehen, wenn er der Meinung ist, dass Gottes Wort nur männlich gepredigt werden kann! In unserer Zeitschrift sind Frauenpredigten normal, wenn auch der Anzahl nach weniger als Männerpredigten. Als Herausgeber und als Leser weiß ich den anderen Zungenschlag zu schätzen. Wie und wo kann mein Zorn und meine Scham fruchtbar werden und wer macht mit?

Herzliche Grüße, im Namen der Herausgeber und aus dem Verlag,
Anton Seeberger

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