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»Dienst am Wort«
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Einführung
Liebe Leserinnen und Leser,

Kein Jenseits der Medien oder extra media nulla salus? – war das Thema, zu dem sich achtzehn Autorinnen und Autoren unserer Zeitschrift und der Zeitschrift WortGottesFeiern einen Tag lang in Stuttgart getroffen haben. Referent war der emeritierte Würzburger Pastoraltheologe Prof. Dr. Erich Garhammer. Dem Beirat unserer Zeitschrift war es wichtig, zum Thema Heutig predigen ins Gespräch zu kommen und Inspiration zu erhalten. Prediger können und müssen nicht konkurrieren mit dem allgegenwärtigen und umfangreichen Angebot der Medien, aber sie müssen doch Kenntnis nehmen von dieser Wirklichkeit der Medien, von der wir selbst und unsere Zuhörerinnen und Zuhörer ständig umgeben und vermutlich nachhaltiger geprägt sind, als uns für gewöhnlich bewusst ist.

Aus den von Prof. Garhammer referierten Medientheorien ergeben sich fürs Predigen provokante Fragestellungen und Herausforderungen, zum Beispiel: Das Wort steht der Flut der Bilder gegenüber, ersteres zielt eher auf das Denken ab, letzteres auf das Fühlen. Sollen wir Prediger mehr die Emotionen der Menschen ansprechen? Medien setzen in vieler Hinsicht auf Unterhaltung – Infotainment ist das Stichwort. Diese Wortschöpfung aus Information und Entertainment hält uns dazu an, die Botschaft unterhaltsam zu vermitteln. Wollen wir das? Der bezahlte oder gegebene Unterhalt ist aber auch die Bezeichnung für materielle Versorgung eines Menschen – versorgen wir unsere Zuhörer am Sonntag nährend mit dem, wovon sie in der Woche leben können? Fernsehsendungen brauchen einen »Anmachecharakter«, um Menschen zu interessieren. Brauchen das Predigten auch? Und wie steht es um die manchmal beklagte Kultur der Fünf-Minuten-Happen? Soll und kann unsere Botschaft auch in leicht verdaulichen Fünf-Minuten-Happen dargeboten werden? Mir selbst ist am nachdrücklichsten die Frage aufgegangen, ob ich in meinem Sprechen genug Pausen – wirklich akustische Pausen – lasse, damit die Hörerinnen und Hörer mitgehen können; und lasse ich genügend denkerischen und emotionalen Raum in meiner Rede, dass Hörerinnen und Hörer sich mit ihren eigenen Gedanken anschließen können? Das Wort braucht Interpretation und wir Prediger müssen unseren Zuhörerinnen und Zuhörern die Fähigkeit zur eigenen Interpretation zutrauen und die Möglichkeit dazu einräumen. Dass es eine persönliche, situative Interpretation des Wortes braucht, ist kein Mangel, sondern die Voraussetzung von Relevanz.

Prof. Erich Garhammer hat uns nachdrücklich darauf eingeschworen, unserem Medium zu trauen und es inhaltlich und sprachlich so ernst zu nehmen, wie es dieses altehrwürdige und doch aktuelle Medium verdient. Am Nachmittag unserer Tagung haben wir versucht, in drei Gruppen das am Vormittag Gehörte und Erfahrene in eigene Versuche umzusetzen. Es hat Spaß gemacht, es war unterhaltsam und eine gute Vorbereitung fürs Predigen an den Sonntagen nach Ostern.

Wir Herausgeber bedanken uns im Namen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer für den kommunikativen und inspirierenden Tag, zu dem uns der Verlag eingeladen hat. Wir fühlten uns geistig und leiblich gut unterhalten! Seien Sie herzlich gegrüßt.
Anton Seeberger

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