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»Dienst am Wort«
Herausgeber
Einführung
Liebe Leserinnen und Leser,

unter den Mitbrüdern meines Weihekurses gab es bei unserem letztjährigen Zusammensein – König David und der Davidsohn waren das Thema – ein gesellschaftspolitisches Gespräch, das mir noch stark in Erinnerung ist. Die relevanten Themen kennen wir ja alle: der Ukraine– Krieg und die seither in unserem Land in Gang gebrachte Wiederaufrüstung, um »kriegstüchtig« zu werden. Die Wiedereinführung der Wehrpflicht, wobei ausgelost werden soll, wer im hoffentlich nie eintretenden Verteidigungsfall sein Leben aufs Spiel setzen muss! Die Klima-Katastrophe, die unser wichtigstes Zukunftsthema sein sollte und wieder weit in den Hintergrund gerückt ist. Die Politik gegen die Geflüchteten, weil sich die Parteien der Mitte dieses Thema ständig von rechts aufdrängen lassen. Überbürokratisierung, um die jeder weiß, aber niemand etwas Wirksames unternimmt. Und der Eindruck, dass in unserem Land vieles nicht funktioniert – die Bahn ist allfälliges Beispiel dafür, zu dem fast jeder und jede dramatische Erlebnisse beisteuern könnte. Der Mangel an Arbeitskräften, von der Pflege bis zum Wochenmarkt! Das Wir, zu dem wir alle gehören, ist an diesen Krisen aktiv oder passiv beteiligt. Es geht nicht darum, mit dem Finger auf andere zu zeigen!

Kann man solche Themen in der Predigt aufgreifen und wie könnte das gehen, biblisch–theologisch reflektiert und verantwortet und zugleich gesellschaftlich relevant? Ich bin froh, wenn in der sonntäglichen Predigt etwas davon anklingt, was mich die ganze Woche über beschäftigt. Ich möchte mich selbst als Prediger und diejenigen, denen ich als Predigthörer aufmerksam folge, ermutigen. In meinem Weihekurs haben wir für das diesjährige Zusammensein die Beschäftigung mit den Propheten Israels angedacht, die ja in der biblischen Überlieferung die gesellschaftspolitischen Kritiker und die Tröster sind; und die bei all ihrer Verkündigung die Treue Gottes bezeugen und Israel seinerseits zur Treue motivieren. Dass wir auf die Propheten gekommen sind, ist der Versuch, biblische Überlieferung und politisch relevante Verkündigung zusammenzudenken. Aber es ist noch nicht ausgemacht, ob uns das gelingen wird. Wir alle können uns ja tief in die prophetische Verkündigung vertiefen, ohne ihre Relevanz für heute auszudrücken. Ich freue mich, wenn Predigerinnen und Prediger diesbezüglich kreativ sind und erwarte nicht, dass es auf Anhieb gelingt. Aber ich bin sehr dafür, dass wir diesbezüglich mutiger sind.

Für die Herausgeber, die Redaktion und den Verlag grüße ich Sie herzlich.
Anton Seeberger

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