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Die Inhalte
der Zeitschrift
»Dienst am Wort«
Herausgeber
Einführung
Liebe Leserinnen und Leser,

wer regelmäßig an Gottesdiensten teilnimmt und Predigten hört, kennt das: Da gibt es Predigten, denen folge ich aufmerksam und mit Interesse. Ein Bild spricht mich an. Ich höre mir fremde und überraschende Gedanken zum Text. Die Verbindung zu Situationen aus dem Leben berührt mich. Es gibt aber auch Predigten, bei denen meine Gedanken schon nach kurzer Zeit abschweifen. Ich frage mich, was das jetzt mit mir und meinem Leben zu tun hat.

»Wie langweilig!« So titelte die Zeitschrift »Gottesdienst« einen Artikel, in dem eine neue empirische Studie über Langeweile in der Liturgie vorgestellt wurde. »Besonders häufig wurde die Predigt als auslösendes Moment benannt – dann, wenn sie als unverständlich, lebensfern oder belehrend erlebt wird«, heißt es in dem Artikel. »Wird sie als verständlich, relevant und dialogfähig erlebt, sinkt das Risiko für Langweile signifikant.«

Die Studie weist darauf hin, dass das Gegenteil von Langeweile nicht Spektakel oder Unterhaltung ist, sondern Resonanz. Das gilt auch für die Predigt. Es braucht keine Entertainer als Predigende. Aber Menschen, die etwas zu sagen haben. Deren Worte berühren, als bedeutungsvoll erlebt werden und in den Zuhörenden etwas auslösen und in Bewegung bringen. Dann ist eine Predigt nicht langweilig, sondern interessant und inspirierend. Wenn sie die Zuhörenden dazuhin gedanklich oder ganz real zu Wort kommen lässt, umso mehr. »Wie langweilig!« Wenn ich diese Rückmeldung auf eine Predigt bekomme, vielleicht auch netter verpackt, trifft mich das. Denn mein Anspruch ist, interessante und lebensrelevante Predigten zu halten. Aber ich weiß, manche meiner Predigten bleiben hinter diesem Anspruch zurück. Da sage ich selbst: Das war jetzt nicht so prickelnd.

Doch dann denke ich mir: Gut, dass du das noch merkst. Und gut, dass du Leute hast, die dir das sagen. Das motiviert mich, beim nächsten Mal wieder intensiv darum zu ringen, wie ich die biblische Botschaft heute verkünden kann – mit Gedanken, Geschichten, Bildern und Beispielen, die spannend und berührend sind.

Auch bei diesem Heft dürfen Sie gespannt sein, wie das unseren Predigerinnen und Predigern wieder gelungen ist.

Noch ein Wort zum neuen Jahrgang: Da einige (Hoch-)Feste im Laufe des Jahres meistens auf einen Wochentag fallen und an diesen Tagen seltener Gottesdienst gefeiert bzw. gepredigt wird, hat sich der Beirat entschieden, für die Hochfeste heiliger Josef, Verkündigung des Herrn, Johannes der Täufer, Petrus und Paulus und zum Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Gottesmutter sowie für die Feste Herz-Jesu, Maria Magdalena und Kirchweih keine eigene Predigt mehr in der Zeitschrift Dienst am Wort zu veröffentlichen. Guten Ersatz bieten die beiden im Schwabenverlag erschienenen Bände zu den Werktagsgottesdiensten. Neue Akzente setzen künftig die Beiträge zum Ostermontag mit einer Kurz-Predigt zum Emmaus-Evangelium, eine thematische Predigt zum Pfingstmontag (mit ökumenischer Perspektive), eine stärker weihnachtlich geprägte Predigt am zweiten Weihnachtstag/Stephanustag, eine thematisch orientierte Predigt zum Fest der Heiligen Familie und eine thematisch ausgerichtete Predigt zum Jahresschluss; neu ist der Predigtbeitrag zur Erstkommunion. Der Beirat hofft, auf diese Weise der gegenwärtigen Predigtpraxis angemessen entgegenzukommen.

Herzliche Grüße,
auch im Namen von Beirat und Verlag,
Ihr
Klaus Kempter

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