Liebe Leserinnen und Leser,
wer regelmäßig an Gottesdiensten teilnimmt und Predigten hört, kennt das: Da gibt es Predigten, denen folge ich aufmerksam und mit Interesse. Ein Bild spricht mich an. Ich höre mir fremde und überraschende Gedanken zum Text. Die Verbindung zu Situationen aus dem Leben berührt mich. Es gibt aber auch Predigten, bei denen meine Gedanken schon nach kurzer Zeit abschweifen. Ich frage mich, was das jetzt mit mir und meinem Leben zu tun hat.
»Wie langweilig!« So titelte die Zeitschrift »Gottesdienst« einen Artikel, in dem eine neue empirische Studie über Langeweile in der Liturgie vorgestellt wurde. »Besonders häufig wurde die Predigt als auslösendes Moment benannt – dann, wenn sie als unverständlich, lebensfern oder belehrend erlebt wird«, heißt es in dem Artikel. »Wird sie als verständlich, relevant und dialogfähig erlebt, sinkt das Risiko für Langweile signifikant.«
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