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der Zeitschrift
»Dienst am Wort«
Herausgeber
Einführung
Liebe Leserinnen und Leser,

das Wort aus meiner Predigt, das der Zuhörer braucht, bleibt hängen und wirkt. So dachte ich immer und denke es auch jetzt noch. Vielleicht ist es ein einziger Satz, ein einziger Gedankensplitter, ein einziges Wort, das die Zuhörerin in ihren Alltag mitnimmt. Ein Wort geht mit. Es reicht und es ist gut so. Ich werde manchmal nach dem Manuskript meiner Predigt gefragt, Hörerinnen und Hörer wollen nachlesen. Vielleicht haben sie etwas Neues gehört, über das sie sich vergewissern wollen. Vielleicht haben sie etwas nicht verstanden und wollen einen neuen Anlauf nehmen. Vielleicht waren sie mit einem Gedanken ganz und gar nicht einverstanden und wollen sich daran reiben und ärgern. Manchmal kommt es auch vor, dass eine Hörerin sagt: Ich will Ihre Predigt unbedingt meiner Schwester geben, die dieses Wort in ihrer jetzigen Situation vielleicht brauchen könnte.

Ein Mitglied der Gemeinde hat ein Predigtgespräch initiiert, ganz niederschwellig. Interessenten können sich in einen Mail-Verteiler aufnehmen lassen, um den monatlichen Gesprächstermin zu erfahren. Der Termin wird Sonntag zuvor vermeldet. Wer interessiert ist, trifft sich am Aufgang zur Kirche eine Viertelstunde nach Gottesdienstende. Man steht zusammen – drei, fünf, manchmal auch zehn Leute. Und der Prediger steht dazu. Ich muss aufpassen, dass es keine Verlängerung der Predigt wird, ich habe meinen Teil ja schon gesagt! Hörerinnen und Hörer legen ihre eigenen Gedanken dazu; erzählen, warum sie etwas getroffen hat; teilen mit, was ihnen wichtig ist; fragen nach; sagen auch, wenn sie etwas problematisch, kritisch, fremd oder ganz unmöglich finden. Gespräch, Austausch im Glauben, sonst nichts! Manchmal verlagern wir uns in einen der Gemeinderäume, weil es zu kalt oder zu heiß ist oder zu regnen beginnt. Eine halbe Stunde, meist ein wenig länger, dann sagt einer, manchmal bin ich es selbst: Jetzt reicht es! Gehen wir zum Kochen, zum Essen, zum Ausruhen! Oder die Kinder quengeln, weil sie vom Spielen auf dem Kirchplatz genug haben. Der Christenmensch, der das Predigtgespräch initiiert hat, sagt: Wo hat man eigentlich Gelegenheit, über seinen Glauben zu sprechen? Fast nirgends! Kaum in den Gemeinden! Aber jetzt kommen wir spontan, unstrukturiert, chaotisch und anteilnehmend miteinander ins Gespräch. Die Leute sagen es, und ich als Prediger weiß es auch: Wir gehen bereichert weiter in den Sonntag hinein! Wer weiß, vielleicht würde nach Ihrer Predigt auch gerne jemand ins Gespräch kommen?

Seien Sie im Namen von Verlag, Herausgeber und Autoren herzlich gegrüßt.
Anton Seeberger

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