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»Dienst am Wort«
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Einführung
Liebe Leserinnen und Leser,

es kommt vor, dass mich bei der Vorbereitung einer Predigt das schleichende Gefühl überkommt, ich würde doch lieber schweigen. Manchmal bleibt ein Predigttext stumm, nichts spricht zu mir. Die Botschaft des Textes erreicht mich auch dann nicht, wenn ich redlich darum gerungen habe, auf exegetischem Weg und in meditierender Weise. Der Grund dafür kann sein, dass ich über den vorliegenden Bibeltext schon oft gesprochen habe; es fällt mir nichts Neues mehr ein und das Alte möchte ich nicht schon wieder sagen. Ein anderer Grund kann sein, dass mich der Text zwar anspricht, dass es mir aber sehr schwer fällt, die Resonanz, die er in mir auslöst, in Worte zu fassen. Aber das Bedürfnis zu schweigen, kann auch daher rühren, dass mein eigener Glaube schwach ist, verbraucht, ausgezehrt. Es kann mir passieren, dass ich mich nach einer Phase intensiver Seelsorge oder einer Zeit mühevoll errungener Verkündigung glaubensmüde fühle. Den Glauben zu verlieren, ist etwas anderes. Ich bin müde in den aktiven Vollzügen eines gläubigen Lebens, wozu die Verkündigung ja gehört, und möchte mich nur schweigend und gedankenlos in die Gegenwart Gottes fallen lassen. In diesem Fall mache ich mich auf die Suche nach Texten, Vorlagen, Kommentaren; ich traue mich nicht, meiner Gemeinde zu sagen, dass ich glaubensmüde bin. Bei der Recherche ist mir bisher immer noch etwas zugefallen, ein Wort, eine Formulierung, eine Einsicht, kurzum irgendein Brocken, den ich aufschnappe und in meinen eigenen Worten wieder ausspucke. Unsere Zeitschrift ist mir dazu sehr hilfreich. Das Erstaunliche daran ist immer, dass manche meiner Hörer nach einer solchen Sonntagspredigt sagen, mein Wort hätte sie tief erreicht. Das ist Trost und Lohn zugleich – das mühselig errungene Wort eines glaubensmüden Predigers erreicht offenbar die mühselige Seele ohne Umwege und Vorbehalte! Dass die Texte zu Ihnen sprechen und Resonanz auslösen wünscht Ihnen
Anton Seeberger

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