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»Dienst am Wort«
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Einführung
Liebe Leserinnen und Leser,

das Zitieren von Texten ist ins Gerede gekommen, weil es offensichtlich nachlässig vorgenommen, schlampig durchgeführt oder in täuschender Absicht als eigenes Wort ausgewiesen wird. Es ist zwar kaum zu erwarten, dass jemand auf die Idee kommt, eine Predigt auf die Korrektheit ihrer Zitate hin zu untersuchen, aber die Vorgänge in der politischen und akademischen Öffentlichkeit machen mich nachdenklich.

Eine gute Predigt muss keine Zitate enthalten, gleichwohl ist jede/r Prediger/in angehalten, das verkündigte Wort mit der Überlieferung des Glaubens abzustimmen. Haltet an den Überlieferungen fest (2 Thess 2,15), ist biblische und kirchliche Maßgabe. Das Überlieferte neu und für heute zu sagen, ist nicht immer leicht. Manchmal ist ein treffliches Wort, das dem Prediger zufällt, besser als die eigene Formulierung.

In unserer Zeitschrift entdecke ich hin und wieder Zitate, die inspirierend, weiterführend, erschließend sind. Glücklicherweise sind sie entsprechend ausgewiesen, sodass man auch den literarischen Zusammenhang ihrer Herkunft rekonstruieren kann. Es ist ein Glück, wenn man ein Wort findet, von dem Predigerin und Hörer auf Anhieb empfinden und sagen: Genau so ist es! Oft ist es ja nur der eine Satz, der beim Hörer hängen bleibt.

Ich finde es auch anregend, wenn das verkündigte Wort mit einem sperrigen Zitat konfrontiert wird. Herausforderung und Verstörung sind dem Evangelium durchaus angemessen. Ein Zitat kann den Gedankengang der Predigt auch auf den Punkt bringen, ans Gesagte sozusagen den Knopf zum Behalten machen.

Weniger inspirieren mich die Zitate in Predigten von – vornehmlich höher gestellten – kirchlichen Würdenträgern, die ihre Predigt durch Zitate von Päpsten und Kirchenvätern, aus amtlichen Lehrschreiben oder eigenen Texten bestücken. Sie geben der Predigt eher den Charakter einer Verlautbarung. Sie machen die Predigt möglicherweise gewichtiger, dafür aber langweiliger.

Freude beim Formulieren, Finden und Weitergeben eines trefflichen Wortes wünscht Ihnen für Verlag und Herausgeber
Anton Seeberger

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